Ärzte Zeitung, 09.10.2015

HIV

Therapie bei Vorstufen von Analkrebs im Test

ESSEN. HIV-Infizierte haben ein erhöhtes Analkrebs-Risiko. Durch dauerhafte Infektion der Schamregion mit HPV können sich Vorläuferläsionen entwickeln, aus denen nicht selten Analkarzinome entstehen. Etwa 90 Prozent der HIV-Infizierten sind zusätzlich mit HPV infiziert, teilt die Uniklinik Essen (UKE) mit.

Ist die lokale Behandlung mit Trichloressigsäure bei Analkrebsvorläufern von HIV-Infizierten genauso wirksam wie die Elektrokaustik? Das wird nun in einer Studie am UK Essen geklärt.

Die TECAIN-Studie ("Wirksamkeit und Sicherheit der Therapie mit topischer Trichloressigsäure versus Elektrokauterisation von analen intraepithelialen Neoplasien bei HIV-positiven Patienten") startete am 1.Oktober 2015 und wird mit 1,8 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, heißt es in der Mitteilung.

In die Untersuchung eingeschlossen werden 560 erwachsene HIV-infizierte Patienten, bei denen Analkrebsvorstufen festgestellt wurden. Initiiert wurde die Studie durch die Klinik für Dermatologie und Venerologie am UK Essen, die in der HPSTD-Ambulanz interdisziplinär über 1600 HIV-infizierte Patienten versorgt.

Insgesamt beteiligen sich bisher neun weitere proktologische Zentren aus ganz Deutschland an der Studie. (eb)

Weitere Infos gibt es unter Tel. 0201/723-1615; christine.harrell@uk-essen.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Jeder dritte Brustkrebs im MRT übersehen

MRT-Bilder helfen, Brustkrebs früh aufzuspüren – doch in vielen Fällen gelingt das nicht. Eine niederländische Studie ergab: Jedes dritte Karzinom ist im MRT übersehen worden. mehr »

Neun Millionen Klinik-Infektionen jährlich

15:41Infektionen in Krankenhäusern und Pflegeheimen sind in Europa ein großes Problem. Jährlich infizieren sich dort rund neun Millionen Bürger, berichtet die EU-Seuchenbehörde. Die Gründe: Übermäßiger Einsatz von Antibiotika und Mängel bei der Infektionskontrolle. mehr »

Bangen und Hoffen bei Auslands-Briten

Das Ringen um einen Brexit-Vertrag geht auf die Zielgerade. Doch für EU-Bürger auf der Insel und Auslands-Briten ist es eine Zeit des Wartens. Das macht Großbritannien für qualifizierte Fachkräfte nicht attraktiver, meine unser Blogger Arndt Striegler. mehr »