Ärzte Zeitung, 13.12.2016

Deutsche Krebsgesellschaft

Erste S3-Leitlinie zur Supportivtherapie bei Krebs

BERLIN. Das Leitlinienprogramm Onkologie hat erstmals eine S3-Leitlinie zur supportiven Therapie bei onkologischen Patienten vorgelegt, teilt die Deutsche Krebsgesellschaft mit.

Die Leitlinie entstand unter der Federführung der Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin (ASORS) in der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) und der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO).

Mit der Erarbeitung der Leitlinienempfehlungen legen die Autoren die Basis für eine deutschlandweite Standardisierung wichtiger Themen bei der interdisziplinären Behandlung der Komplikationen der Krebstherapie und Krebserkrankung, heißt es in der Mitteilung. Die Leitlinie behandelt zehn Themenbereiche aus dem Bereich der supportiven Krebstherapie, etwa Anämie, Neutropenie, Übelkeit und Erbrechen, Hauttoxizität, skelettbezogene Komplikationen.

"Die Leitlinie unterstützt Ärzte und andere Berufsgruppen bei der Entscheidung über die optimale Unterstützung mit formal konsentierten, klar verständlichen und nachvollziehbaren Empfehlungen", heißt es in der Mitteilung. Auf der Grundlage der vorliegenden Leitlinie werde derzeit eine Patientenleitlinie erarbeitet. (eb)

Die S3-Leitlinie ist einsehbar auf:http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Supportive-Therapie.95.0.html

Topics
Schlagworte
Krebs (11174)
Onkologie (8461)
Organisationen
DEGRO (81)
DGHO (248)
DKG (1008)
Krankheiten
Krebs (5630)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alzheimer-Anzeichen schon 25 Jahre vor Ausbruch

Die Alzheimer-Demenz kündigt sich in einigen Formen offenbar lange vor Krankheitsbeginn an. Das bringt Zeit, um die Erkrankung zu verhindern - womöglich sogar zwei Jahrzehnte. mehr »

Placebo ist nicht gleich Placebo

Ein Scheinmedikament zu verordnen, gilt manchen Ärzten als anrüchig - andere halten es für legitim. Bei vielen hängt es davon ab, woraus das spezielle Placebo besteht. mehr »

Wie Ärzte Hausbesuche richtig delegieren

Das EBM-Kapitel 38 macht den NäPA-Hausbesuch auch für Fachärzte interessant. Was abgerechnet werden darf, hängt nämlich entscheidend von der Qualifikation der Praxismitarbeiterin ab. mehr »