Ärzte Zeitung online, 04.10.2017

Keine Gefahr

Radioaktivitätswerte in Europa leicht erhöht

BERLIN. An mehreren Messstellen in Europa sind in den vergangenen Tagen leicht erhöhte Radioaktivitätswerte in der Luft nachgewiesen worden. Unter anderem seien in Österreich geringe Mengen an Ruthenium-106 (Ru-106) gemessen worden, in Deutschland dagegen nicht, teilte das Bundesamt für Strahlenschutz am Dienstag im Internet mit.

Die Konzentration liege in einem sehr niedrigen Bereich von wenigen Millibecquerel pro Kubikmeter. "Selbst wenn in Deutschland vergleichbare Mengen an Radioaktivität gemessen würden, besteht keinerlei Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung", hieß es weiter.

Da ausschließlich Ru-106 nachgewiesen sei, könne ein Unfall in einem Atomkraftwerk als Ursache ausgeschlossen werden. Die geografische Herkunft sei unbekannt. Rückrechnungen zur Ausbreitung in der Atmosphäre deuteten aber auf eine mögliche Freisetzung in Osteuropa hin, erklärte das in Salzgitter sitzende Bundesamt.

Ruthenium-106 wird den Angaben zufolge unter anderem als Strahlenquelle für die Krebstherapie und in der Stromversorgung von Satelliten eingesetzt.(dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wer viel Wasser trinkt, beugt Harnwegsinfekten vor

Den Ratschlag, viel zu trinken, sollten sich Frauen nicht nur während eines Harnwegsinfektes zu Herzen nehmen. Auch wer danach reichlich Wasser trinkt, profitiert davon. mehr »

In der Praxis oft auch knifflige AU-Fälle

Die Regeln, wie und wann ein Arzt einen Patienten krankschreiben darf, sind in der Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie festgehalten. In der Praxis gibt es jedoch viele knifflige Fälle. mehr »

Handlungsbedarf bei Chronikerpauschale!

Die Chronikerzuschläge für Hausärzte bleiben eine der dringendsten Hausaufgaben für die Selbstverwaltung. Es wird Zeit, die alten bürokratischen Zöpfe abzuschneiden, meint unser Abrechnungsexperte. mehr »