Ärzte Zeitung online, 16.11.2017

Aufklärungs-Kampagne

16. November: Aktionstag zum Pankreas-Ca

Das Pankreaskarzinom macht etwa drei Prozent aller Krebsfälle aus – Tendenz steigend.

BERLIN. Am 16. November 2017 findet zum vierten Mal der WeltPankreaskrebstag statt. An diesem Tag erstrahlen weltweit viele Sehenswürdigkeiten in Lila, der offiziellen Farbe des Welt-Pankreaskrebstages. Ziel des Aktionstages ist es, die Öffentlichkeit über die Erkrankung aufzuklären, sich mit Betroffenen zu solidarisieren sowie ihnen und ihren Angehörigen Mut zu machen. In Deutschland unterstützt die Selbsthilfe Tumore und Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (TEB e.V.) die Aufklärungskampagne.

Das Pankreaskarzinom gehört ja zu den tödlichsten Krebsarten weltweit und macht etwa drei Prozent aller Krebsfälle aus – Tendenz steigend. Schätzungen zufolge werde Bauchspeicheldrüsenkrebs 2030 weltweit die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache sein, teilt das Unternehmen Shire zum Aktionstag mit. Global betrachtet erkrankten jedes Jahr circa 337.900 Menschen an einem Pankreaskarzinom, 330.400 Menschen sterben daran. Allein in Deutschland erhielten 2013 mehr als 17.000 Patienten die Diagnose, 16.600 starben im gleichen Jahr.

Nach den Ergebnissen einer europäischen Studie liege die 5-Jahres-Überlebensrate bei fünf Prozent, erinnert der Hersteller von Onivyde® (pegyliertes liposomales Irinotecan, nal-IRI, MM-398), die kombiniert mit 5-Fluorouracil (5-FU) und Leucovorin (LV) bisher einzige zugelassene Arznei für die Therapie bei metastasiertem Adenokarzinom des Pankreas, wenn die Erkrankung unter Gemcitabin-basierter Therapie fortgeschritten ist. Das mediane Gesamtüberleben liegt unter einem Jahr. Einzige Option mit Chance auf Heilung ist die Resektion.

"In der Realität profitiert davon allerdings nur ein Teil der Patienten. Bei etwa 80 Prozent der Patienten werden fortgeschrittene Stadien der Erkrankung diagnostiziert, in denen eine Op nicht mehr möglich ist. Grund dafür ist, dass die ersten Anzeichen und Symptome für das Pankreaskarzinom nicht spezifisch sind und häufig erst auftreten, wenn der Krebs schon weit fortgeschritten ist", wird Professor Manfred P. Lutz, Caritas Klinikum Saarbrücken St. Theresia, in der Mitteilung zitiert. Zu den typischen Beschwerden gehören ja Gelbsucht, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, Fettstuhl und ein früher Diabetes. (eb/mal)

www.teb-selbsthilfe.de

www.welt-pankreaskrebstag.de/

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