Ärzte Zeitung, 06.12.2017

Neue Zahlen

Krebs nimmt nur bei den Frauen zu

BERLIN. Ein durchwachsenes Bild zeigt der neue Bericht "Krebs in Deutschland", den Robert Koch-Institut und Krebsregister gemeinsam herausgegeben haben. Im Jahr 2014 sind bei uns danach 249.200 Männer und 227.000 Frauen an Krebs erkrankt und damit sechs Prozent mehr Männer und neun Prozent mehr Frauen als zehn Jahre davor. Allerdings: Die Zunahme ist vor allem auf die alternde Bevölkerung zurückzuführen. Altersbereinigt hat die Zahl der Krebserkrankungen bei Frauen nur um drei Prozent zu- und bei Männern sogar um zehn Prozent abgenommen. Am häufigsten waren Brust- (69.900), Darm- (61.000), Prostata- (57.400) und Lungenkrebs (53.800). Die Prognose Betroffener hat sich im letzten Jahrzehnt verbessert, wobei es noch große Unterschiede zwischen den Krebsarten gibt.

Die Broschüre "Krebs in Deutschland" wird alle zwei Jahre als gemeinsame Publikation der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (GEKID) und des Zentrums für Krebsregisterdaten (ZfKD) im Robert Koch-Institut herausgegeben. Die Ergebnisse der am 6. Dezember 2017 veröffentlichten 11. Ausgabe beruhen auf Daten der epidemiologischen Krebsregistrierung bis zum Jahr 2014.(eis)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »

Das hilft bei "Fettleber"

Patienten mit nichtalkoholischer Fettleber können sich selbst helfen - indem sie gesünder leben. Forscher haben Biomarker ausfindig gemacht, die offenbar die Veränderung der Leberfibrose vorhersagen können. mehr »