Ärzte Zeitung online, 04.02.2019

Weltkrebstag

Fortschritte, aber noch lange kein Sieg

Ein Kommentar von Hauke Gerlof

2019_02_04_ger01_Kommentar_7926906-P.jpg

Schreiben Sie dem Autor hauke.gerlof@springer.com

Jeder vierte Todesfall in Deutschland geht auf Krebs zurück. Und zumindest die absolute Zahl der jährlichen Krebstoten nimmt weiterhin zu. Das bestätigen die zum heutigen Weltkrebstag veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes für 2016. Insofern ist es gewagt, wenn Jens Spahn postuliert, innerhalb der nächsten 10 bis 20 Jahre den Krebs zu besiegen.

Die Anstrengungen, die dafür unternommen werden, sind gewaltig, wie auch aktuell der 1. Deutsche Krebsforschungskongress in Heidelberg zeigt – etwa mit der CAR-T-Therapie wie auch mit der Immunonkologie oder der Impfung gegen Krebs.

Das Motto des Weltkrebstages 2019, „Ich bin und ich werde!“, zielt bereits in eine ähnliche Richtung wie die Politik auf der großen Bühne – nur auf individueller Ebene. Die Diagnose Krebs ist eben nicht mehr ein Todesurteil, vielmehr gibt es bei vielen Krebsarten 10-Jahres-Überlebensraten von 50 bis über 80 Prozent. Hautkrebs, Schilddrüsenkrebs und Hodenkrebs seien als Beispiele genannt.

So schnell wird der Kampf gegen den Krebs sicherlich nicht beendet sein. Aber wir sind auf einem hoffnungsvollen Weg.

Lesen Sie dazu auch:
Krebsarten im Vergleich: So hoch sind die Überlebenschancen bei Krebs
Spahn zuversichtlich: „Krebs kann bald besiegbar sein“
1. Deutscher Krebsforschungskongress: Einschwören auf den Kampf gegen Krebs
Fallzahlen: So häufig kommt Krebs in Deutschland vor

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie Blinde bei der Brustkrebsvorsorge helfen

Mit blinden Helferinnen will eine Initiative die Brustkrebsvorsorge besser machen. Eine Studie zeigt: Ihr Einsatz hat sich bewährt – mit Einschränkungen. mehr »

So rechnen Ärzte IGeL korrekt ab

IGeL-Abrechnungen führen immer wieder zu Streit mit Patienten oder privaten Kostenträgern, der bis vor den Kadi geht. Hier kommt es auf Details an – und Finger weg von Pauschalen! mehr »

Wer an Darmkrebs stirbt, hat oft das Screening vernachlässigt

Wie wichtig ein regelmäßiges Darmkrebs-Screening ist, wird in einer Untersuchung erneut deutlich. Bei den allermeisten Darmkrebstodesfällen war dies vernachlässigt worden. mehr »