Ärzte Zeitung, 31.07.2008

Rauchen löst bis zu 50 Prozent der Blasenkrebse aus

Ergebnis 30-jähriger Studie

NEU-ISENBURG (ikr). Rauchen erhöht nicht nur das Risiko für Lungenkrebs beträchtlich, sondern auch das für Harnblasenkrebs. Das bestätigen aktuelle epidemiologische Studiendaten.

Rauchen gilt schon länger als Ursache von Blasenkrebs. Neue epidemiologische Studiendaten bestätigen dies nun: Nach Durchsicht der Studien von 1975 bis 2007 zum Thema Blasenkrebs und Zigarettenrauchen kommen die US-Forscher zu dem Schluss: Zigarettenrauchen ist der Auslöser bei bis zu 50 Prozent aller Blasenkrebs-Erkrankungen (J Urol 180, 2008, 31).

Besonders gefährdet für das Harnblasen-Karzinom seien Raucher mit positiver Familienanamnese für diese Krebsart, betonen die US-amerikanischen Urologen. Sie raten Kollegen, die betroffenen Patienten unbedingt zu motivieren, wenigstens den vermeidbaren Risikofaktor zu entfernen und das Rauchen aufzugeben. Denn: Bei Patienten, die das schaffen, hat sich das Risiko für Blasenkrebs bereits nach vier Jahren um bis zu 40 Prozent verringert, so ein weiteres Ergebnis der US-Studien.

Blasenkrebs ist keine Rarität. In Deutschland erkranken jährlich mehr als 28 000 Menschen neu daran. Werden solche Tumoren frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen recht gut. Bei der Frühdiagnostik hilft ein einfacher Urintest, der NMP22®-BladderChek, wie das Unternehmen Matritech mitteilt. Innerhalb von 30 Minuten lässt sich mit der Untersuchung das für Blasenkrebs typische Matrixprotein 22 (NMP22) nachweisen. Es kommt bereits in einem frühen Krebsstadium im Urin vor, so das Unternehmen. Der Test ist ein IGeL-Angebot.

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