Ärzte Zeitung, 30.04.2004

Mutation hilft, die Krebstherapie zu optimieren

BOSTON (ple). Lungenkrebspatienten, die auf eine Therapie mit dem Enzymhemmer Gefitinib ansprechen, haben im Gen für einen bestimmten Rezeptor charakteristische Mutationen. Diese können möglicherweise helfen, die Therapie zu optimieren. Denn Patienten ohne die Mutationen sprechen nicht auf die Gefitinib-Therapie an.

Herausgefunden haben das amerikanische und japanische Wissenschaftler aus Boston im US-Staat Massachusetts und aus Nagoya in Japan.

Wie die Forscher heute in "Science"-Online berichten, entdeckten sie die Mutationen in 15 von 58 zufällig ausgewählten Tumoren japanischer und in einem Tumor von 61 Tumoren amerikanischer Patienten. Dies deckt sich mit der Beobachtung, daß in Japan die Ansprechrate auf Imatinib höher ist als in den USA.

Die Forscher analysierten das Gen des Rezeptors für den epidermalen Wachstumsfaktor, und zwar in nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinomen. Gefitinib (Iressa®) ist bereits in Japan, den USA, Kanada und in der Schweiz bei diesem Tumor zugelassen. Die Zulassung für Europa ist beantragt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »