Ärzte Zeitung online, 03.09.2009

Asbest - Hunderte Hamburger Sporthallen gesperrt

HAMBURG (dpa). Die Hamburger Schulbehörde hat am Mittwoch vorsorglich mehr als 100 Sporthallen gesperrt. Grund dafür ist der Verdacht auf gesundheitliche Gefährdung der Schüler durch Asbestfasern in der Luft.

Wie Schulsenatorin Christa Goetsch (GAL) berichtete, war in der Peter-Petersen-Schule im Stadtteil Wellingsbüttel in den vergangenen Tagen bei einer Luftmessung festgestellt worden, dass der zulässige Höchstwert von 1000 Asbestfasern pro Kubikmeter Raumluft fast um das Doppelte überschritten wurde. In der Hansestadt gibt es 450 Turnhallen bei Schulen und Berufsschulen.

Die Überprüfung der Hallen kann bis zu den Herbstferien dauern. Zusammen mit der Gesundheitsbehörde verteilt die Schulbehörde Informationsmaterial an die Betroffenen. Nach Angaben des Gesundheitsexperten dauert es mindestens 20 Jahre, bis mögliche Erkrankungen der Lunge ausbrechen können. Die mit Asbest belastete Halle der Peter-Petersen-Schule wurde 1972 gebaut und sollte abgerissen werden, um Platz für eine neue zu schaffen. Dafür sei die Luftmessung nötig gewesen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »