Ärzte Zeitung, 05.12.2016

Lungen-Ca-Weltkongress

Gendiagnostik bei Lungen-Ca setzt sich durch

WIEN. Gendiagnostik bei Lungenkrebs für eine zielgerichtete Therapie setzt sich mehr und mehr durch. Das zeigt eine beim Lungenkrebs-Weltkongress in Wien vorgestellte internationale Studie. Mutationen im EGFR-Gen, das für den Rezeptor für den Wachstumsfaktor EGF (Epidermal Growth Factor) kodiert, können eine Indikation für Tyrosinkinase-Hemmer (TKI) sein.

Nach den Daten von 707 Onkologen wurden 2015 entsprechende genetische Tests bei 77 Prozent der Patienten gemacht, im Sommer 2016 bereits bei 82 Prozent. Etwa 80 Prozent der Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungen-Ca und EGFR-Mutationen erhalten mittlerweile TKI – mit offenbar großen Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern: Am seltensten in Deutschland (68 Prozent), am häufigsten in Taiwan (98 Prozent). (mal)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

HPV-Infektion durch Oralsex wohl eher selten

Frauen mit zervikaler HPV-Infektion übertragen die Viren offenbar nur sehr selten auf ihre Mundschleimhäute oder die ihres Sexualpartners, so eine kleine Studie. mehr »

Chaos bei der Lebensmittelkennzeichnung

Ein Lebensmittelunternehmen macht freiwillige Nährwertangaben. Das geht nicht, urteilt das Landgericht Hamburg – aus Wettbewerbsgründen. Ärzteverbände sehen Ernährungsministerin Klöckner am Zug. mehr »

Eine Wanne voll Alkoholika für jeden Bürger

Alkohol und Tabak stellen in Deutschland nach wie vor die größten Suchtgefahren dar. In der Suchtberatung bilden aber die Automatenspieler die größte Gruppe, heißt es im neuen Jahrbuch Sucht. mehr »