Ärzte Zeitung, 23.02.2015

HPV-Schutz ab neun Jahren

Richtlinie veröffentlicht

MÜNCHEN. Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) in Berlin hat die überarbeiteten Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission STIKO von August 2014 in die Schutzimpfungsrichtlinie (SI-RL) übernommen.

Diese wurde nun veröffentlicht und ist damit in Kraft getreten, teilt das Unternehmen GlaxoSmithKline in München mit.

Der Ausschuss folge der Änderung der STIKO-Empfehlung zum Impfalter bei der HPV-Impfung und sehe das 2- Dosen-Schema als das Standardschema in der Gruppe der 9- bis 14-jährigen Mädchen an, so der Hersteller in seiner Mitteilung.

Damit seien nun alle gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, die Kosten der Impfung bereits ab neun Jahren zu tragen.

Im Anschluss an die Veröffentlichung der SI-RL im Bundesanzeiger hätten die Krankenkassen und KVen nun drei Monate Zeit, um regionale Impfvereinbarungen abzuschließen, so der Hersteller.

Erst dann sei für den Arzt in der Regel eine Verordnung im Rahmen des Sprechstundenbedarfs oder patientenkonkret über Muster 16 möglich und er könne das jeweilige Honorar für alle Versicherten direkt mit der KV über die bereitgestellten Abrechnungsziffern abrechnen.

Ärzte, die die HPV-Impfung jetzt schon entsprechend der aktuellen STIKO-Empfehlung im Rahmen des 2-Dosen-Schemas an ihre 9- bis 14-jährigen Patientinnen verabreichen möchten, müssten bis zur Anpassung der jeweiligen Impfvereinbarung für neun- bis elf-jährigen Mädchen die Impfung im Rahmen der Kostenerstattung durchführen.

Ab zwölf Jahre gilt die bestehende Impfvereinbarung. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »