Ärzte Zeitung online, 21.07.2010

Sonnenschirme schützen nur teilweise vor UV-Strahlung

MADRID (dpa). Schatten kann trügerisch sein: Denn auch wer sich unter einen Sonneschirm flüchtet, ist nicht vollständig vor der Sonne geschützt, wie spanische Wissenschaftler jetzt berichten.

Selbst wenn ein Sonnenschirm die Sonnenstrahlung abfange, komme noch immer rund ein Drittel der UV-Strahlung am Boden an, schreiben die Forscher. Die diffuse Strahlung gelange von den Seiten her unter den Schirm, erklärte José Antonio Martínez Lozano von der Universität Valencia in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift "Photochemistry and Photobiology".

Die Forscher demonstrierten dies nach eigenen Angaben anhand eines 1,5 Meter hohen, blauweißen Strandschirmes, unter den sie einen UV-Sensor stellten. Obwohl der Schirm einen Durchmesser von 1,6 Metern hatte, erreichte 34 Prozent der gesamten UV-Strahlung den Boden. Der Schirmstoff selbst hatte für UV-Strahlen allerdings nur eine Durchlässigkeit von 5 Prozent.

Doch auch innerhalb verschiedener Sonnenschirme kann es große Unterschiede beim Schutz vor direkten UV-Strahlen geben. In einer Untersuchung des Magazins "Öko-Test" von 2008 zeigten zehn Sonnenschirme einen guten Schutz, vier waren mangelhaft und neun ungenügend.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nicht immer geht's sofort zum Arzt

20- bis 50-jährige Patienten in Deutschland sind offenbar leidensfähig. Denn sie verschieben den Arztbesuch oft um Wochen oder Jahre, obwohl sie Beschwerden haben. mehr »

Zusätzliche Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll für bestimmte Arztgruppen eingeführt werden. mehr »

Bei Meniskusriss nicht vorschnell operieren

Ärzte sollten bei Meniskusrissen nicht gleich eine arthroskopische Operation einleiten. Oft kommen Betroffene auch mit Gymnastik und Physiotherapie zum Ziel. mehr »