Ärzte Zeitung online, 25.02.2009

Begehbares Darmmodell jetzt in Frankfurt

FRANKFURT/MAIN (dpa). Mit einem 20 Meter langen, begehbaren Darm im Frankfurter Hauptbahnhof hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen das Startzeichen für die bundesweiten Aktionen zum "Darmkrebsmonat März" gegeben.

Das größte Darmmodell Europas soll die Besucher zu Vorsorgeuntersuchungen animieren. Reisende konnten in Frankfurt einen Tag lang durch das 2,8 Meter hohe Modell namens "Faszination Darm" gehen und sich den Körperteil von innen ansehen. Das Darmmodell gehört der Felix Burda Stiftung und ist in den kommenden Wochen in vielen Städten Deutschlands zu sehen, darunter Hamburg, München und Hannover.

"Unser Ziel ist es, heute im Hauptbahnhof möglichst viele interessierte Besucher zu erreichen, eventuelle Ängste abzubauen und zur Vorsorge zu motivieren", sagte die Vorstandsvorsitzende der KV, Margita Bert laut Mitteilung. Das Modell zeige in vier Abschnitten anschaulich den gesunden Darm, die Entwicklung von Vorstufen zu Darmkrebs und chronisch entzündliche Darmerkrankungen.

Darmkrebs sei die einzige Krebserkrankung, die sich durch Vorsorge nahezu vollständig verhindern lasse. "Bei keiner anderen Krebsart bietet die Früherkennung derart große Chancen", so die KV. Pro Jahr erkrankten in Deutschland rund 73 000 Menschen an der Krankheit und 28 000 sterben an den Folgen. Die Darmkrebsvorsorge werde ab dem 50. Lebensjahr von den Krankenkassen bezahlt.

Internet: www.darmkrebsmonat.de und www.faszination-darm.de

Mehr zum Darmkrebsmonat März finden Sie im Special auf www.aerztezeitung.de.

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