Ärzte Zeitung, 14.10.2009

Darmkrebs: Screening bewährt sich als Prophylaxe

NEU-ISENBURG (otc). Um die Sterberate durch Darmkrebs zu senken, sind Screeningprogramme die Methode der Wahl. Das bestätigt eine dreijährige Online- Dokumentation von nahezu 270 000 Koloskopien aus 280 gastroenterologischen Praxen bei symptomfreien Patienten im Alter von 55 bis 99 Jahren. Bei fast 20 Prozent wurden Polypen unterschiedlicher Größe gefunden. Polypen, die größer als 5 mm waren, wurden zu 95 Prozent bei der Darmspiegelung entfernt.

Bei 0,8 Prozent der Untersuchten wurde Darmkrebs festgestellt. Mit 70 Prozent dominierten die Frühstadien (UICC-Stadien I und II), bei denen mit gutem Erfolg operiert werden kann. Die Ergebnisse zeigen, dass durch das Screening eine deutliche Verschiebung zu den gut behandelbaren Frühstufen erfolgt ist, so der Erstautor der Studie, Dr. Bernd Bokemeyer aus Minden. Bedauerlich sei jedoch, dass die Teilnahmerate am Screening gerade mal bei drei Prozent liege.

Eur J of Gastroenterol Hepatol 21, 2009, 6, 650

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Der kleine Unterschied ist größer als gedacht

Krankheiten verlaufen bei Männern und Frauen unterschiedlich, das ist bekannt. Die Gendermedizin deckt immer mehr die geschlechtsspezifischen Besonderheiten auf. mehr »

Prä-Op-Labor - Kein Einfluss auf den Bonus

Mit der Laborreform hat sich der Blick verstärkt auf das Prä-Op-Labor gerichtet. Das soll nicht auf die Laborkosten angerechnet werden. mehr »

So sieht die Gesundheitsversorgung in den 32 WM-Ländern aus

Bei der Fußball-WM in Russland sind die teilnehmenden Nationen mit hochkarätigen medizinischen Betreuerstäben am Start. Doch wie sieht es mit der Gesundheitsversorgung in der Heimat aus? mehr »