Ärzte Zeitung, 26.02.2010

Darmkrebsinfos in Praxen und Apotheken

Darmkrebsinfos in Praxen und Apotheken

DÜSSELDORF (run). Erstmals planen Ärzte und Apotheker in Nordrhein-Westfalen gemeinsam eine Plakat- und Flyeraktion während des Darmkrebsmonats. Initiator ist die Stiftung LebensBlicke, die für diese Aktion die KV Nordrhein und den Apothekerverband Nordrhein an einen Tisch geholt hat.

"Unser Ziel als Stiftung ist es, möglichst viele Patienten auf die wesentlichen Möglichkeiten der Darmkrebsprävention aufmerksam zu machen, wie Koloskopie und moderne Stuhltests", so Dr. Gerhard Brenner, Vorstandsmitglied der Stiftung. Durch die hohe Kundenfrequenz seien Apotheken zusätzlich zu den Arztpraxen ein geeigneter Ort für Präventionsthemen.

"Immerhin wachsen pro Jahr etwa gut eine Million Menschen neu in die Gruppe der Patienten über 55 Jahre, für die ein Darmkrebsscreening in Frage kommt", erläutert Brenner. Doch pro Jahr lassen nur insgesamt 550 000 aller Anspruchsberechtigten eine Koloskopie machen. "Das sind noch zu wenige." Bei 4,5 Millionen Bürgern pro Jahr würde hingegen ein Stuhltest gemacht.

Eine Botschaft der Stiftung LebensBlicke sei daher: "Wenn so viele Menschen offenbar den Test auf okkultes Blut vorziehen, dann sollte ihnen zumindest ein fortschrittlicher immunologischer Test angeboten werden, und nicht der Guajak-Test", betonte Brenner. Denn die modernen Tests seien, was Sensitivität und Spezifität betreffe, dem chemischen Test klar überlegen. Die Verbreitung der Tests auch über Apotheken hält er dabei für einen durchaus praktikablen Weg.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Regierung will faire Kassen-Wahl

16:51 UhrBundesgesundheitsminister Spahn wünscht mehr Wettbewerb zwischen den Krankenkassen. Mit einem neuen Gesetz will er das AOK-System umkrempeln. mehr »

Masern-Impfpflicht im Gespräch

Wird die Masern-Impfung bald Pflicht in Deutschland? Laut SPD befindet sich eine solche Vorlage in Abstimmung mit dem Gesundheitsminister. Die Grünen sind skeptisch. mehr »

Wut und Ärger können Schlaganfälle begünstigen

Menschen, die sich häufig aufregen, sind gefährdeter für Schlaganfälle, zeigen Studien. Das gilt aber nicht für alle. Es spielt womöglich der Status eine Rolle, so eine Analyse. mehr »