Ärzte Zeitung online, 03.08.2010

Neue Erkenntnisse zu Darmkrebs und Früherkennung auf Online-Videos

MÜNCHEN (eb). Am 14. Juli berichteten Experten in München über die neuesten Erkenntnisse zu Risikofaktoren für Darmkrebs und neue Früherkennungs-Methoden. Das "Netzwerk gegen Darmkrebs" hat jetzt Videos der Vorträge online gestellt.

Welche Risikofaktoren für Darmkrebs gibt es? Welche neuen Vorsorgemethoden erleichtern die Arbeit der Mediziner? Helfen Bluttests und Kapselendoskopie die Akzeptanz der Bevölkerung für die Darmkrebsvorsorge zu erhöhen? Antworten auf diese und weitere Fragen gaben Experten beim zweiten Symposium des "Netzwerk gegen Darmkrebs" in München.

Das Netzwerk und Experten wollen die deutschlandweite Teilnahmerate an der Darmkrebsvorsorge erhöhen sowie ein Vorsorge- und Früherkennungsprogramm einzuführen. In diesem Jahr konnte das Netzwerk über 140 Allgemeinärzte sowie Gynäkologen und Betriebsärzte aus ganz Bayern für die Tagung gewinnen.

"Den größten Einfluss auf die Entscheidung für oder gegen die Teilnahme an der Darmkrebsvorsorge hat das Gespräch mit den zuweisenden Medizinern wie Hausärzten und Gynäkologen", sagt Dr. Christa Maar, Präsidentin des Netzwerks und Vorstand der Felix Burda Stiftung. Der Verein will Wissenschaftler, Mediziner, Patienteninitiativen sowie Vertreter des Gesundheitswesens und der Industrie fachübergreifend vernetzen und hat sich zur Aufgabe gemacht, vorhandene Defizite in der Darmkrebsvorsorge zu identifizieren und vorbeugende Maßnahmen zu fördern.

Im Fokus der Münchner Konferenz standen die aktuellen Erkenntnisse zu Risikofaktoren für Darmkrebs sowie die neusten Entwicklungen in der präventiven Diagnostik. "Für die tägliche Praxis ist es für Mediziner enorm wichtig, wenn sie intensivere Kenntnis über Themen wie Leistung und Qualität der neuen Generation von Vorsorgetests haben und wissen, wer warum ein höheres Risiko als die übrige Bevölkerung für die Entwicklung einer Darmkrebserkrankung hat", betont Maar.

Die kostenlosen Videos mit den Vorträgen liefern nicht nur Ärzten, sondern auch Patienten, Angehörigen und Interessierten wichtige Informationen.

Lesen Sie auch:
Dickdarmkrebs: 70 Prozent wird frühzeitig erkannt

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »