Ärzte Zeitung, 24.01.2011

Darmkrebs: Neuer Test misst das Metastasenrisiko

MÜNCHEN (ars). Mit einem Gen-Signaturtest ist es Münchner Forschern gelungen, Darmkrebs-Patienten mit erhöhtem Metastasenrisiko zu identifizieren.

Das Testergebnis hat Konsequenzen für die Behandlung. Während ein Großteil der Patienten mit Darmkrebs im Stadium II nach einer Operation als geheilt gilt, kommt es bei knapp einem Drittel zu Rezidiven, und sie könnten von einer Chemotherapie profitieren.

Die Wissenschaftler um Privatdozent Robert Rosenberg untersuchten Tumorproben von 233 Patienten mit dem Test (coloPrint) auf 18 spezifische Gene.

Bei 73 Prozent sagten sie ein geringes Risiko vorher, und tatsächlich erkrankten in fünf Jahren nur fünf Prozent an einem Rezidiv. Dagegen kam es bei einem Fünftel der 27 Prozent mit hohem Risiko zu Metastasen, teilt die TU mit.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So hoch ist die Lebenserwartung in der Welt

Wer als Junge in Deutschland geboren wird, darf sich im Schnitt auf 78 Jahre freuen. Wie hoch ist die Lebenserwartung in anderen Ländern der Welt? Wir geben die Antwort. mehr »

Pflege-Eigenanteil deckeln!

16:41Viele Bürger beklagen, dass Pflegeheime teuer sind, berichtet die DAK in ihrem Pflegereport. Kassenchef Storm schlägt nun vor, den Eigenanteil zu beschränken. Das entflammt eine neue Debatte über die Pflege-Finanzierung. mehr »

Der Gesundheitsminister will das E-Rezept

Krankenkassen, Ärzte und Apothekerschaft sollen in ihren Rahmenverträgen das elektronische Rezept ermöglichen. Eine gesetzliche Verpflichtung soll bis 2020 stehen. mehr »