Ärzte Zeitung, 23.03.2012

Botschafter wider den Darmkrebs

Im Schneeballsystem soll sich der Aufruf zur Früherkennung per Darmspiegelung verbreiten.

Botschafter wider den Darmkrebs

Vorbildlich: Mit bunten Postkarten werben Kollegen aus Leverkusen für die Vorsorge.

© Dr. Thomas Block

LEVERKUSEN (eb). Ein Ärzteteam aus Leverkusen hat sich zum diesjährigen Darmkrebsmonat März etwas Besonderes einfallen lassen, um mehr Menschen zu Vorsorgeuntersuchungen anzuregen.

Mit einer Postkartenaktion werben die Gastroenterologen und Internisten Dr. Thomas Eisenbach, Dr. Gabriela Schwarz, Dr. Karl-Georg Simon und Dr. Thomas Block für eine Teilnahme.

Botschafter wider den Darmkrebs

"Wir rufen die Menschen auf, ‚Botschafter wider den Darmkrebs‘ zu werden und Verwandte, Freunde und Bekannte vom Nutzen der Vorsorge zu überzeugen", beschreibt Simon das Projekt in einer Mitteilung.

Dazu stellen die Ärzte Postkarten mit verschiedenen Motiven zur Verfügung, die über die Darmspiegelung informieren und für eine Teilnahme an der Untersuchung werben. Sie sollen im Schneeballsystem verbreitet werden. Die Motive für die Karten hat Kollege Block entworfen.

Mit ihrer Kampagne wenden sich die Mediziner nicht nur an ihre Patienten, sondern auch an Hausärzte und Praxismitarbeiterinnen, die viel dazu beitragen können, Menschen auf das Vorsorgeangebot hinzuweisen.

Gewinnspiel mit Verlosung von Eintrittskarten

Jeder der erfolgreich mit einer Postkarte für die Darmspiegelung wirbt oder selbst zur Untersuchung kommt, nimmt zudem an einem Gewinnspiel teil, bei dem einmal im Monat zwei Eintrittskarten wahlweise für Kino, Kultur oder Fußball verlost werden.

"Bei der Darmkrebsvorsorge kann jeder etwas gewinnen", so Schwarz in der Mitteilung. Denn alle Patienten, die eine Koloskopie machen lassen, gewinnen Sicherheit gegen die zweithäufigste Krebstodesursache in Deutschland. Und sie gewinnen die Chance, zwei Eintrittskarten zu bekommen.

Die Gastroenterologen erinnern daran, dass Darmkrebs durch eine vorbeugende Darmspiegelung verhindert werden kann und ein rechtzeitig erkanntes Karzinom heilbar ist. Dennoch sterben jährlich bundesweit rund 26.000 Menschen daran. Dabei ist die Koloskopie eine Leistung der Gesetzlichen Krankenkassen, die jedem Versicherten ab dem 55. Lebensjahr alle zehn Jahre zusteht.

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