Ärzte Zeitung, 07.03.2013

Darmkrebs

Saarland stellt Info-Terminal vor

BERLIN. Trotz guter Präventionsmöglichkeiten ist Darmkrebs nach wie vor die zweithäufigste Krebserkrankung. Das Saarland will daher Bürger mit einem Info-Terminal über die Risiken von Darmkrebs aufklären.

"Es ermöglicht es, lebhaft und interaktiv leicht und verständlich Antworten auf die häufigsten Fragen zu geben, auf Risiken der Darmkrebserkrankung aufmerksam zu machen und auf die immer verlässlicher werdenden Möglichkeiten der Vorsorge hinzuweisen", sagte der saarländische Gesundheitsminister, Andreas Storm (CDU), in Berlin.

Ziel des Info-Terminals sei es, Menschen möglichst früh dazu zu bewegen, zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen. "Denn in einem frühen Stadium erkannt, ist Darmkrebs heilbar, als Vorstufe entfernt, sogar vermeidbar", so Storm.

Die multimediale und mobile Auskunftsstation verfügt über einen Monitor, auf dem alle wichtigen Informationen über Darmkrebs in Bildern, Videos und Informationstexten zusammengefasst sind.

Darüber hinaus gibt es eine Taststation, in der die Unterschiede zwischen gutartigen Polypen und Krebs erfühlt werden können. Der Terminal soll auf Gesundheitskongressen und in größeren Einrichtungen oder Praxen aufgestellt werden, sagte der Entwickler des Terminals, Dr. Thomas Stolz, Vorsitzender des Verbandes "GENESIS - Die Magen-Darm-Experten" im Saarland.

Die Techniker Krankenkasse unterstützte das Projekt finanziell. "Gerade wenn es um ihre Gesundheit, um Erkrankungen und um deren Vorbeugung geht, wollen Menschen mitreden und mitentscheiden. Das Darmmodell ist ein solcher Schritt auf dem Weg zum mündigen Bürger und informierten Patienten," betonte TK-Chef Jens Baas. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Herpes-Viren unter Alzheimerverdacht

Die Virus-Hypothese erhält neue Nahrung: Herpesviren könnten mit einer Alzheimererkrankung zusammenhängen. Eine Reaktivierung der Viren könnte die Krankheit befeuern. mehr »

Das alles muss das Verarbeitungsverzeichnis enthalten

Zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung müssen Arztpraxen ein "Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten" anlegen. Was darin alles aufgeführt werden muss, fassen zwei Medizinrechtler zusammen. mehr »

Übermüdete Teens oft adipös und hyperton

Sowohl zu kurzer als auch schlechter Schlaf erhöht bei Jugendlichen das kardiometabolische Risiko. In der bisher größten Studie zum Thema wirkten sich entsprechende Defizite negativ auf Taillenumfang, Blutdruck und Lipide aus. mehr »