Ärzte Zeitung online, 28.11.2008

Hochdotierter Preis der Hamburger Krebsgesellschaft für UKE-Forscher

HAMBURG (eb). Dr. Stefan Balabanov vom Universitären Cancer Center Hamburg - Hubertus Wald Tumorzentrum (UCCH) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf hat den Georg-Ernst-Konjetzny-Preis der Hamburger Krebsgesellschaft erhalten. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert

Die Auszeichnung wurde Balabanov für Arbeiten zur Verbesserung der medikamentösen Behandlung bei Leukämie verliehen.

Die Behandlung mit Medikamenten ist für Tumorpatienten mit großen Hoffnungen verbunden, besonders dann, wenn neuartige Wirkstoffe zur Anwendung kommen. Häufig wird diese Hoffnung durch Resistenzen gegen die Wirkstoffe, die sich oft schon nach kurzer Zeit einstellen, zunichte gemacht.

Balabanov, der als Assistenzarzt im Tumorzentrum arbeitet, hat sich zum Ziel gesetzt, mit seiner Arbeitsgruppe und in enger Kooperation mit Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen Hemmstoffe gegen das Wachstum von Leukämiezellen zu entwickeln, die resistente Tumorzellen effektiv beseitigen.

Im Team der Arbeitsgruppe von Professor Tim Brümmendorf ist es Balabanov nun gelungen, ein Protein zu identifizieren, das an der Kontrolle des Wachstums von Leukämiezellen beteiligt ist. Es handelt sich um Hemmstoffe einer hoch spezifischen Proteinmodifikation.

Balabanov verfolgt aktuell im Rahmen eines BMBF-geförderten Verbundprojekts mit Kollegen des UKE, der Universität Hamburg, des Heinrich-Pette-Instituts und der Universität Lübeck das Ziel, neue und effektive Inhibitoren dieser Proteinmodifikation herzustellen, um in Zukunft die ersten neuartigen Hemmstoffe klinisch testen zu können.

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