Ärzte Zeitung online, 23.03.2010

Merck KGaA setzt Studien mit Krebsimpfstoff Stimuvax® aus

DARMSTADT (eb). Wie die Merck KGaA bekannt gibt, wird das klinische Studienprogramm für den liposomalen Krebsimpfstoff BLP25 (Stimuvax®) zeitweise aussetzt. Dies betrifft weltweit alle Studien, die derzeit laufen. Grund ist ein vermuteter unerwarteter schwerer Nebenwirkungsfall.

Ein Patient, der an einer klinischen Studie der Phase II mit dem therapeutischen Krebsimpfstoff gegen Multiples Myelom teilnahm, ist an Enzephalitis erkrankt. Der Patient war in dieser Studie einem experimentellen Behandlungsarm zugewiesen, bei dem der Impfstoff mit einem intensivierten Behandlungsschema eines niedrig dosierten Zyklophosphamids kombiniert wird. Diese Therapieform ist nach Angaben des Unternehmens in den anderen Studien mit dem Impfstoff nicht der Fall.

Die Aufnahme sowie die Behandlung von Patienten in die Impfstoff-Studien werden ab sofort bis auf weiteres ausgesetzt. In dieser Zeit will das Unternehmen den Grund für die schwere Nebenwirkung heraus finden.

Die Aussetzung betrifft auch das klinische Studienprogramm in Phase III, das aus den Studien START und INSPIRE besteht. In diesen Studien wird der Impfstoff zur Therapie bei nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) untersucht. Betroffen ist ebenfalls die Brustkrebsstudie STRIDE.

Zur Pressemitteilung des Unternehmens Merck KGaA

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