Ärzte Zeitung, 07.04.2004

Impfung speziell für Frauen mit Mamma-Karzinom

NEU-ISENBURG (eb). Nicht alle Frauen mit Brustkrebs können durch Operation, Bestrahlung und Chemotherapie geheilt werden. Jetzt gibt eine klinische Studie Frauen mit einer solchen Erkrankung neue Hoffnung: Durch eine Impfung soll die körpereigene Abwehr gestärkt werden, damit die Brustkrebszellen gezielt vernichtet werden. Das hat die Deutsche Krebshilfe in Bonn mitgeteilt.

Professor Diethelm Wallwiener, Studienleiter und Direktor der Frauenklinik der Universität Tübingen, untersucht jetzt zusammen mit Heidelberger Wissenschaftlern die Wirksamkeit dieses neuen Therapieansatzes bei Patientinnen mit Mamma-Karzinom. Die Deutsche Krebshilfe fördert die Studie mit über 400 000 Euro.

Als Imfpstoff werden mehrere Brustkrebs-Antigene verwendet, die bereits entschlüsselt wurden. Die Antigene werden im Labor hergestellt und mit speziellen Immunzellen - dendritischen Zellen - aus dem Blut der jeweiligen Patientin gemischt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Immuntherapie gewinnt an Stellenwert in der MS-Therapie

Die Therapieoptionen bei Multipler Sklerose (MS) haben sich erweitert. Neue Substanzen werden daher auch in die aktualisierten Leitlinien Einzug halten. mehr »

Polarisierung – Chance für das Parlament

Gesundheitspolitik in Zeiten der großen Koalition – das stand für die fehlende Konkurrenz der Ideen. Der Souverän hat die Polarisierung gewollt. Das ist eine Chance für die Demokratie. mehr »