Forschung und Praxis, 30.07.2004

Weniger Brustkrebsrezidive mit adjuvantem Letrozol

Im Bild: Mammographie eines Brusttumors. Eine erweiterte adjuvante Therapie mit dem Aromatasehemmer Letrozol kann für Patientinnen mit Brustkrebs von Vorteil sein. Foto: obs / Novartis

Bei Frauen in der Postmenopause mit Hormonrezeptor-positivem Mammakarzinom kann mit dem nichtsteroidalen Aromatasehemmer Letrozol (Femara®) das Risiko von Fernmetastasen um 40 Prozent gesenkt werden.

Bei Patientinnen mit zum Zeitpunkt der Diagnose bereits befallenen Lymphknoten war die Mortalität um 39 Prozent im Vergleich zu Placebo niedriger.

Diese neuen Ergebnisse der MA-17 Studie stellte der Studienleiter Paul Goss aus Toronto beim ASCO vor. Zudem konnte sowohl das Rezidivrisiko als auch das Risiko für kontralaterale Mammakarzinome um nahezu die Hälfte gesenkt werden.

Die 5187 Patientinnen erhielten nach Abschluß einer fünfjährigen Tamoxifen-Behandlung entweder 2,5 mg Letrozol oder Placebo. Es ist durch Studien belegt, daß weniger Frauen krankheitsfrei überleben, wenn sie länger als fünf Jahre mit Tamoxifen behandelt werden. (otc)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »