Ärzte Zeitung, 24.08.2005

Im Südwesten ist der Weg frei fürs Brust-Screening

STUTTGART (mm). Voraussichtlich noch in diesem Jahr tritt in Baden-Württemberg das Gesetz zum Mammographie-Screening in Kraft. Der Landtag stimmte dem Gesetzentwurf der Landesregierung zu.

Zum Mammographie-Screening sollen künftig alle zwei Jahre Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren eingeladen werden. In Baden-Württemberg wird die zentrale Stelle der Kassenärztlichen Vereinigung angegliedert.

Die bundesweit gültige Krebsfrüherkennungs-Richtlinie sieht vor, daß die Mitarbeiter der zentralen Stellen die Daten der Einwohnermeldeämter nutzen. Dieser Datenzugriff ist jedoch nicht ohne weiteres möglich. "Auch dann nicht, wenn es um so etwas Wichtiges wie die Früherkennung von Brustkrebs geht", so Landessozialminister Andreas Renner (CDU).

"Mit dem nun beschlossenen Gesetz haben wir festgelegt, daß die zentrale Stelle Daten der Meldeämter erhalten darf. Damit wurden alle gesetzlichen Regelungen geschaffen, die bisher einer Umsetzung des Mammographie-Screenings noch im Weg standen", so der Minister.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »

Das hilft bei "Fettleber"

Patienten mit nichtalkoholischer Fettleber können sich selbst helfen - indem sie gesünder leben. Forscher haben Biomarker ausfindig gemacht, die offenbar die Veränderung der Leberfibrose vorhersagen können. mehr »