Ärzte Zeitung, 21.12.2005

Vitamin C macht es Frauen mit Krebs leichter

BAD MERGENTHEIM (mop). Bei Patientinnen mit Mamma-Ca ist die postoperative adjuvante Behandlung mit hochdosiertem Vitamin C eine effektive und volkswirtschaftlich sinnvolle Ergänzung der konventionellen Therapie. Dieses Fazit hat Dr. Martin Gschwender, niedergelassener Arzt für Naturheilverfahren in München, aus den Ergebnissen einer neuen Studie gezogen.

An der kontrollierten Kohortenstudie haben 788 Patientinnen aller Tumorstadien nach erfolgter Operation teilgenommen. Die onkologische Basistherapie der Prüf- und der Kontrollgruppe war ähnlich. Die Frauen der Verumgruppe wurden meist zweimal pro Woche zusätzlich mit einem hochdosierten Vitamin-C-Präparat (Vitamin C-Injektopas® 7,5 g ) behandelt.

Die mediane Therapiezeit betrug 6,8 Monate. Die Nachbeobachtungszeit dauerte mindestens drei Jahre oder bis zum Tod. Primäres Zielkriterium war die Änderung der krankheits- und therapiebedingten Symptome im Zeitraum der konventionellen adjuvanten Therapie.

Die Ergebnisse hat Gschwender bei einem Pressegespräch von Pascoe in Bad Mergentheim vorgestellt. Beim primären Zielkriterium ergab sich eine signifikante Reduktion in der Vitamin-C-Gruppe, vor allem bei den gastrointestinalen und zentralnervösen Symptomen.

Bei den Frauen der Vitamin-C-Gruppe war die Rate der unerwünschten Wirkungen durch die konventionelle adjuvante Therapie insgesant signifikant geringer. Signifikant mehr Patienten befanden sich in einem gebesserten Allgemeinzustand (46 versus 35 Prozent).

Und signifikant mehr Frauen hatten einen gebesserten Karnofsky-Index zur Beschreibung der Lebensqualität (49 versus 24 Prozent). Es berichteten auch mehr Frauen aus der Vitamin-C-Gruppe über ein gebessertes Gesamtbefinden (62 versus 38 Prozent). Auch die Zahl der Hospitalisierungen, die Dauer der Hospitalsierung sowie die Notwendigkeit häuslicher Pflege waren reduziert.

In der Vitamin-C-Gruppe war das Risiko für ein erneutes Tumorereignis signifikant geringer, und das rezidivfreie Intervall war länger. Bei der Rate der Fernmetastasen und der Überlebenszeit gab es keinen signifikanten Unterschied. Die Studie lieferte keinen Hinweis dafür, daß Vitamin C das Tumorwachstum fördert - ein Verdacht, der in diesem Zusammenhang immer wieder geäußert wird.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Neue Arzneien zum Schutz vor Brüchen

Osteoporose wird oft übersehen. Der Welt-Osteoporose Tag rückt die Erkrankung ins Bewusstsein. Zum Schutz vor Frakturen werden derzeit neue Substanzen erprobt. mehr »

Vergangenheit, die nicht vergeht

Ramstein, Eschede, Loveparade in Duisburg: Großunglücke lassen bei Opfern und oft auch bei Einsatzkräften seelische Wunden zurück. Psychotraumatologen können den Betroffenen in der Regel gut helfen. mehr »

Politik hat die Bedeutung der Arzneimittelforschung erkannt

Gute Versorgungsideen sind in der Politik willkommen, stellte Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Springer Medizin Gala zum Galenus-von-Pergamon-Preis klar. mehr »