Ärzte Zeitung, 08.05.2007

Trastuzumab bei Brustkrebs zugelassen

BASEL (eb). Die Europäische Kommission hat die kombinierte Anwendung von Trastuzumab (Herceptin®) mit einem Aromatasehemmer zugelassen. Diese Kombination wird zur Therapie von Patientinnen in der Post-Menopause eingesetzt, die sowohl einen HER2-positiven als auch Hormonrezeptor-positiven metastasierenden Brustkrebs haben.

Die Zulassung stützt sich auf Daten der internationalen Phase-III-Studie TAnDEM. Darin wurde belegt, dass der humanisierte Antikörper Trastuzumab zusätzlich zur Hormontherapie die mittlere progressionsfreie Überlebenszeit von 2,4 Monaten auf 4,8 Monate verdoppelte. Als progressionsfreies Überleben gilt die Zeit, in der die Krebserkrankung nicht fortschreitet.

Daten deuten darauf hin, dass etwa zwei Drittel aller Brustkrebspatientinnen einen Hormonrezeptor-positiven Tumor aufweisen. Bis zu 25 Prozent dieser Frauen sind außerdem HER2-positiv. In der TAnDEM-Studie wurde gezeigt, dass Frauen mit Tumoren, die beide Merkmale aufweisen, ein erhöhtes Rückfallrisiko haben. Trastuzumab ist derzeit zur Behandlung bei HER2-positivem Brustkrebs sowohl im Früh- als auch im metastasierenden (fortgeschrittenen) Stadium zugelassen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »

Mit Geriatrietests zur Diabetestherapie à la carte

Der eine ist fit, der andere gebrechlich: Alte Menschen mit Typ-2-Diabetes brauchen individuelle Therapieformen. Ein Geriater gibt Tipps. mehr »