Ärzte Zeitung, 05.10.2007

Brust-Screening nun auch in Sachsen-Anhalt

Angebot für 350 000 Frauen

MAGDEBURG (zie). In Sachsen-Anhalt ist der Startschuss für das Mammografie-Screening gefallen. Mehr als 350 000 Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren können die Brustkrebs-Vorsorge in Anspruch nehmen.

Nach statistischen Angaben erkranken in Sachsen-Anhalt jährlich etwa 1500 Frauen an Brustkrebs, 480 von ihnen sterben. Landesgesundheitsministerin Dr. Gerlinde Kuppe (SPD) hofft, dass die Sterblichkeit mit Hilfe des Screenings um 30 Prozent gesenkt werden kann.

Die Früherkennungsuntersuchungen werden in vier Zentren in Magdeburg, Halle, Dessau und Stendal angeboten. Darüber hinaus tourt pro Region eine mobile Einheit - ein so genanntes Mamma-Mobil - durch die Lande, um Frauen aus kleineren Städten und Dörfern lange Anfahrtswege zu ersparen. Wie Dr. Heike Schlötzer, die programmverantwortliche Ärztin für die Region Ost (Dessau) erläutert, haben alle Praxisinhaber der vier Zentren rund eine Million Euro in neue digitale Technik investiert.

"Mit dem Screening", so Uwe Deh, Bevollmächtigter des Vorstands der AOK Sachsen-Anhalt, "werden nicht nur die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen im Lande erweitert. Erstmals werden die Frauen persönlich zur Untersuchung eingeladen".

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »

Demenz oder Depressionen?

Benennen ältere Patienten von sich aus kognitive Defizite, sollten Ärzte hellhörig werden: Häufig liegt dann keine Demenz, sondern eine Depression vor. mehr »