Ärzte Zeitung online, 30.09.2008

Große Babys haben ein höheres Risiko für Brustkrebs als kleine Babys

SAN FRANCISCO (dpa). An der Größe eines Mädchen bei der Geburt lässt sich anscheinend sein späteres Brustkrebsrisiko ablesen. Einer neuen Datenanalyse zufolge haben große Babys ein höheres Risiko als kleinere.

Die Größe der Babys sei vermutlich ein Indikator für die Umgebungsbedingungen des Ungeborenen im Mutterleib, schreiben die britischen Wissenschaftler im US-Fachjournal "PloS Medicine" (online veröffentlicht). Wie der Zusammenhang genau zu erklären ist, wissen sie aber bisher nicht.

Die Forscher um Dr. Isabel dos Santos Silva von der London School of Hygiene & Tropical Medicine in Großbritannien hatten sich insgesamt 32 Studien vorgenommen, in denen sowohl Geburtsgewicht und -größe als auch Brustkrebserkrankungen der Frauen festgehalten worden waren. Insgesamt wurden Daten von mehr als 600 000 Frauen aus Industrieländern ausgewertet, darunter 22 000 Frauen mit Brustkrebs.

Geburtsgewicht, Geburtsgröße und Kopfumfang standen jeweils im Zusammenhang mit dem späteren Brustkrebsrisiko. So stieg mit jedem halben Kilogramm Geburtsgewicht das Risiko um sieben Prozent. Die stärkste Aussagekraft hatte jedoch die Körperlänge des Mädchens bei der Geburt. Der Zusammenhang blieb auch dann bestehen, wenn die Forscher andere Risikofaktoren für die Entstehung von Brustkrebs mit in die Auswertung einbezogen. Weitere Studien seien nötig, um die biologischen Mechanismen für den beobachteten Zusammenhang aufzudecken.

Abstract der Studie "Birth Size and Breast Cancer Risk: Re-analysis of Individual Participant Data from 32 Studies" in PlosS Medicine online

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »