Ärzte Zeitung online, 28.10.2009

Die meisten Brustkrebs-Toten gibt es im Norden

KIEL/HAMBURG (dpa). Das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, ist in Schleswig-Holstein bundesweit am höchsten. Das teilte die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) am Dienstag in Kiel mit.

Danach erliegen der Krankheit pro Jahr dort rund 73 von 100 000 Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren. In Sachsen hingegen liegt die Sterberate bei etwa 48 bundesweit am niedrigsten, in Mecklenburg-Vorpommern beträgt sie 50, wie die DAK mit Verweis auf eine Studie der Kooperationsgemeinschaft Mammografie mitteilte.

Auch die Anzahl von entdeckten Tumor-Neuerkrankungen lag bei Frauen in Schleswig-Holstein im Bundesvergleich höher als in allen anderen Regionen. Die Daten bilden den Mittelwert aus den Jahren 2003 bis 2005.

Die regionalen Unterschiede ließen sich nicht eindeutig erklären, hieß es in der Mitteilung. Bekannt sei, dass längeres Stillen und eine höhere Geburtenzahl das Brustkrebsrisiko senken. Aber dies sei nicht allein ausschlaggebend: Risikofaktoren für Brustkrebs seien auch eine genetische Veranlagung, Hormon-Ersatztherapien in den Wechseljahren und Lebensstilrisiken wie Bewegungsmangel und Übergewicht.

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