Ärzte Zeitung, 09.04.2010

Kommentar

Keine Metastasen - das ist das Ziel

Von Ingrid Kreutz

Ein Lichtblick für Frauen mit metastasiertem Mammakarzinom: Aktuellen Daten eines schwedischen Patientenregisters zufolge hat sich die mittlere Überlebenszeit von 1985 bis 2004 mehr als verdoppelt, und zwar von zehn auf 22 Monate. Das ist ein beachtlicher Fortschritt für viele Frauen mit Brustkrebs, entwickelt doch mehr als ein Drittel aller Betroffenen Metastasen.

Dennoch sollte alles versucht werden, um der Metastasierung eines Mammakarzinoms vorzubeugen. Dazu gehören eine frühe Diagnose und eine leitliniengerechte Behandlung. Die Prognose von Frauen mit Brustkrebs hat sich in den vergangenen 20 Jahren in Deutschland deutlich verbessert. So lag die Fünf-Jahres-Überlebensrate unter Berücksichtigung aller Tumorstadien zwischen 1988 und 1992 bei 72 Prozent, von 1998 bis 2002 stieg sie auf 79 Prozent.

Große Hoffnungen setzen Forscher jetzt auf zielgerichtete Therapien bei Brustkrebs, etwa mit dem Antikörper Trastuzumab. Viel Erfolg gibt es hiermit bereits bei der Behandlung von Frauen mit HER2-positivem Mammakarzinom, einer bekanntlich besonders aggressiven Tumorart. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate beträgt bei Patientinnen mit einem solchen Karzinom mittlerweile median 21 Prozent.

Lesen Sie dazu auch den Bericht:
Bessere Chancen bei fortgeschrittenem Brustkrebs

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