Ärzte Zeitung, 04.10.2013

Nierenzellkarzinom

Ein weiterer TKI in Phase III geprüft

NEW YORK. Für Tivozanib konnte in einer aktuellen Phase-III-Studie gezeigt werden, dass Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom in der First-Line-Therapie im Vergleich zu einer Sorafinib-Behandlung länger progressionsfrei leben (J Clin Oncol. 2013; online 9. September).

In der Studie wurden insgesamt 517 Patienten randomisiert entweder mit Tivozanib oder Sorafinib behandelt. Mit 11,9 gegenüber 9,1 Monaten war das mediane progressionsfreie Überleben signifikant besser unter der Tivozanib-Therapie (p=0,042).

Beim Gesamtüberleben zeigte sich aber ein Trend zugunsten der Sorafenib-Behandlung. Allerdings waren 61 Prozent der Patienten, die unter Sorafenib einen Progress entwickelt hatten, anschließend mit Tivozanib behandelt worden.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen unter Tivozanib zählten Bluthochdruck und Dysphonie, unter Sorafenib waren Hand-Fuß-Syndrom und Diarrhoe häufiger. (db)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alzheimer-Anzeichen schon 25 Jahre vor Ausbruch

Die Alzheimer-Demenz kündigt sich in einigen Formen offenbar lange vor Krankheitsbeginn an. Das bringt Zeit, um die Erkrankung zu verhindern - womöglich sogar zwei Jahrzehnte. mehr »

Placebo ist nicht gleich Placebo

Ein Scheinmedikament zu verordnen, gilt manchen Ärzten als anrüchig - andere halten es für legitim. Bei vielen hängt es davon ab, woraus das spezielle Placebo besteht. mehr »

Wie Ärzte Hausbesuche richtig delegieren

Das EBM-Kapitel 38 macht den NäPA-Hausbesuch auch für Fachärzte interessant. Was abgerechnet werden darf, hängt nämlich entscheidend von der Qualifikation der Praxismitarbeiterin ab. mehr »