Ärzte Zeitung, 21.10.2009

Prostatakrebs durch Trichomonas begünstigt

BRIGHAM (mut). Männer, die sich beim Geschlechtsverkehr mit Trichomonas vaginalis anstecken, haben ein erhöhtes Risiko für aggressiven Prostatakrebs. In einer retrospektiven Studie hatten Forscher Daten von Blutproben aus dem Jahr 1982 nach Trichomonas-Antikörpern analysiert und geschaut, wer davon später Prostatakrebs bekommen hatte. Verglichen wurden Daten von 673 Männern mit und eben so vielen ohne Prostatakrebs.

Das Ergebnis: Männern mit bereits extraprostatischem Tumor bei der Diagnose hatten in der Vergangenheit häufiger eine Trichomonas-Infektion gehabt als Männer ohne Prostata-Krebs. Nach diesen Daten steigt das Risiko für aggressiven Prostatakrebs mit einer solchen Infektion um den Faktor Zwei, für einen letalen Verlauf sogar um den Faktor Drei (JNCI online, doi: 10.1093/ jnci/djp306 ).

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Der Albtraum vom Nicht-Schlafen

Schlaflosigkeit lässt sich kaum nachweisen. Forscher zeigen: Schlaflose Nächte finden oft nur im Traum statt. Das macht sie nicht weniger belastend, ermöglicht aber neue Therapien. mehr »

Ärztenetze sollen Arztsitze erwerben können

Die Gesundheitsminister wollen Ärztenetze stärken. Keine Mehrheit auf ihrer Konferenz fand der Vorschlag, die Budgets in der vertragsärztlichen Versorgung abzuschaffen. mehr »

Das Kassenpolster wächst und wächst

Die Kassen der Krankenkassen füllen sich weiter: Im ersten Quartal 2018 steht ein Überschuss von über 400 Millionen Euro zu Buche. Zudem fällt das Jahresergebnis für 2017 viel besser aus als gedacht. mehr »