Ärzte Zeitung, 14.09.2011

Prostata-Ca: Zeigen MikroRNAs die Aggressivität an?

NEU-ISENBURG (eb). Ziel eines gemeinsamen Forschungsvorhabens von Professor Bernd Wullich an der Uniklinik Erlangen und Professor Friedrich Grässer am Universitätsklinikum des Saarlandes ist es, die Entwicklung individueller Biomarker um das Wachstumsverhalten von Tumoren wie Prostatakrebs voraussagen zu können.

Die Vorhersagemodelle zur Risikoabschätzung bei Prostatakarzinomen beruhen bisher im Wesentlichen auf der Menge des im Serum nachweisbaren "Prostata-spezifischen Antigens" (PSA) sowie auf der Untersuchung von Gewebeproben durch erfahrene Pathologen.

Dabei haben sie so genannte MikroRNAs (miRNAs) im Visier. MikroRNAs sind kurze RNA-Moleküle, die die Produktion von Eiweißen in der Zelle steuern.

In der aktuellen Projektphase untersuchen die deutschen Wissenschaftler, inwieweit spezifische Muster bei der Produktion von miRNAs in den Krebszellen eine Vorhersage erlauben, ob die Krankheit harmlos oder aggressiv verläuft. Dazu setzten sie Prostata-spezifische Biochips in das Tumorgewebe ein.

Außerdem soll die Funktion der in den Tumoren veränderten Eiweiße näher untersucht werden. Die Wilhelm Sander-Stiftung fördert die aktuelle Phase dieses Forschungsprojekts mit rund 200.000 Euro, wie die Stiftung jetzt mitgeteilt hat.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Bundestag will zweite Runde für TSVG

Die erste Anhörungsrunde zum Termineservicegesetz verlief erwartungsgemäß kontrovers. Der Gesundheitsausschuss hat für den 13. Februar eine weitere Anhörung angesetzt. mehr »

Paul Ehrlich-Preis für Forschung zu Proteinfaltung

Für ihre Forschung zu Chaperonen erhalten Franz-Ulrich Hartl und Arthur L. Horwich den Paul Ehrlich-Preis 2019. Ihre Erkenntnisse könnten für neue Therapien bei neurodegenerativen Erkrankungen eingesetzt werden. mehr »

Ärzte sehr enttäuscht über Brexit-Votum

Das britische Parlament hat das von Premierministerin May ausgehandelte Brexit-Abkommen mit der EU abgeschmettert. Ärzte und Pharmabranche zeigen sich enttäuscht – und fordern endlich Klarheit. mehr »