Ärzte Zeitung online, 19.08.2009

Mehr Sicherheit bei Antikörpertherapie durch Heparine

SEATTLE (hem). Obwohl zur Glioblastom-Therapie noch nicht zugelassen, ist der Antikörper Bevacizumab eine der wenigen, aber wirksamen Optionen bei diesem Tumor. Die Behandlung bewegt sich jedoch auf einem schmalen Grad zwischen einer tiefen venösen Thrombose und Lungenembolie einerseits sowie vermehrter Blutungsneigung einschließlich intrakranialer Hämorrhagien andererseits.

Auf der Jahrestagung der American Academy of Neurology (AAN) in Seattle in den USA ging Dr. Lisa Rogers aus Ann Arbor der Frage nach, inwieweit sich das Nutzen-Risiko-Verhältnis bei einer Therapie mit dem Angiogenese-Hemmer durch Antikoagulanzien verbessern lässt. Sie berichtete über eine Studie bei 18 Patienten, die parallel zur Bevacizumab-Therapie auch Antikoagulanzien erhielten.

Dabei sei es in keinem Fall zu einer Thromboembolie gekommen. Verwendet wurde niedermolekulares Heparin, meist über die gesamte Therapiedauer, bei zwei Patienten aber auch nur vor und nach den Bevacizumab-Infusionen. Auch die Rate an Blutungskomplikationen stieg nicht an. Trotz dieser ermutigenden Daten räumte Rogers ein, dass man aufgrund der geringen Fallzahl noch keine Empfehlung für das Verfahren geben könne.

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