Ärzte Zeitung online, 04.02.2012

Krebs kann auch schnell entstehen

HEIDELBERG (eb). Krebs entsteht nicht immer über Jahre, die Erbinformation kann auch in einem einzelnen, katastrophalen Ereignis zerstört werden, so dass plötzlich eine Krebszelle entsteht.

Nun fanden Wissenschaftler eine Ursache dafür in Mutationen im Gen p53. Als "Wächter des Genoms" verhindert p53, dass sich Zellen mit Genschäden vermehren. Versagt p53, kann sich langfristig oder auch plötzlich Krebs entwickeln (Cell 2012; 148(1): 59-71).

Die Arbeit gehört zum PedBrainTumor-Netzwerk, das die Erbinformationen von Hirntumoren entschlüsselt, die bei Kindern die höchste Sterblichkeitsrate haben.

Das Netzwerk wurde 2010 von der Deutschen Krebshilfe und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ermöglicht und mit insgesamt 15 Millionen Euro unterstützt, wie das BMBF mitteilt. Das Projekt ist das erste von drei deutschen Beteiligungen am Internationalen Krebsgenom Konsortium (ICGC).

In diesem ehrgeizigsten biomedizinischen Projekt seit dem Humangenomprojekt entschlüsseln Forscher die Genome von 50 Krebsarten, um Ansätze für Prävention, Diagnose und Therapie zu finden.

www.pedbraintumor.org

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Bundestag will zweite Runde für TSVG

Die erste Anhörungsrunde zum Termineservicegesetz verlief erwartungsgemäß kontrovers. Der Gesundheitsausschuss hat für den 13. Februar eine weitere Anhörung angesetzt. mehr »

Paul Ehrlich-Preis für Forschung zu Proteinfaltung

Für ihre Forschung zu Chaperonen erhalten Franz-Ulrich Hartl und Arthur L. Horwich den Paul Ehrlich-Preis 2019. Ihre Erkenntnisse könnten für neue Therapien bei neurodegenerativen Erkrankungen eingesetzt werden. mehr »

Ärzte sehr enttäuscht über Brexit-Votum

Das britische Parlament hat das von Premierministerin May ausgehandelte Brexit-Abkommen mit der EU abgeschmettert. Ärzte und Pharmabranche zeigen sich enttäuscht – und fordern endlich Klarheit. mehr »