Ärzte Zeitung, 25.11.2008

Optimierte Therapie mit intelligenter Pille

Modell der iPill wurde jetzt in den USA vorgestellt / Einsatz bei Darm-Krankheiten

NEU-ISENBURG (run). Neue Techniken könnten in Zukunft die Pharmakotherapie noch effektiver machen. So wurde vergangene Woche in den USA eine Pille vorgestellt, die akkurat am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, die richtige Wirkstoffdosis freisetzen soll.

Per Mikrochip im Kapselinneren wird die Wirkstofffreisetzung gesteuert.

Foto: Philips

Die iPill, entwickelt von Philips, ist so klein wie die Kamerapille, die für gastrointestinale Untersuchungen bereits im Einsatz ist: 26 x 11 mm. Die intelligente Kapsel wurde speziell zur Therapie bei schweren Erkrankungen des Verdauungsapparates entwickelt.

Anhand des pH-Werts während der Magen-Darm-Passage registriert die iPill ihren Ort im Verdauungssystem und gibt entsprechend der Programmierung den Wirkstoff frei: entweder am optimalen Wirkort eine größere Dosis oder an verschiedenen Stellen kleine Mengen oder durchgehend eine fixe Menge über eine längere Zeit.

Topics
Schlagworte
Magen-Darmkrankheiten (2356)
Organisationen
Philips (188)
Krankheiten
Kontrazeption (1008)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Viele Gesundheitspolitiker verteidigen ihr Mandat

Die Großwetterlage hat sich verändert. Doch viele Fachpolitiker schaffen den Wiedereinzug ins Parlament. mehr »

Das Trauma nach der Loveparade

Das tödliche Gedränge bei der Loveparade im Sommer 2010 in Duisburg: Im ARD-Film "Das Leben danach" geht es um die Auswirkungen auf die traumatisierten Überlebenden. mehr »