Ärzte Zeitung, 24.06.2014

DGVS

Zöliakie bleibt zu oft unerkannt

BERLIN. Von einer hohen Zahl unerkannter Zöliakie-Patienten gehen Experten der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in ihrer neuen Leitlinie "Zöliakie" aus.

Besonders Personen mit erhöhtem Risiko sollten einen Zöliakie-Test machen, rät die DGVS in einer Mitteilung. Eine ganze Reihe von Krankheiten gingen mit Zöliakie einher. Hierzu gehörten vor allem andere Autoimmunkrankheiten wie Typ-1-Diabetesoder autoimmune Schilddrüsenentzündungen.

Auch unklare Leberwerterhöhungen, Rheuma-Beschwerden, Migräne, Depressionen,leichte Anämie oder Osteoporose seien nicht selten mit Zöliakie verknüpft. Die Erkrankung trete etwa auch in Zusammenhang mit einer Dermatitis herpetiformis Duhring auf.

Mindestens 4 von 1000 Menschen in Deutschland hätten eine Zöliakie, so die DGVS. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten und habe sehr viele Erscheinungsformen. Durchfall, Nährstoffmangel, aber auch Müdigkeit, Depressionen oder etwa Migräne können die Folge sein. (eb)

Die Leitlinien auf der Internetseite der DGVS: www.dgvs.de/leitlinien

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Doping nicht nur im Spitzensport

Bei Doping denken viele an gefallene Stars. Aber der Sport ist ein Abbild der Gesellschaft. Auch viele Breitensportler greifen zu unerlaubten Mitteln. mehr »

Warten auf den Arzt

Wie lange die Wartezeit in einer Arztpraxis beträgt, hängt nicht nur mit dem Fachgebiet des Arztes zusammen, sondern auch mit der Versicherung und dem Standort, so eine Patientenbefragung. Wer wartet wo wie lange? mehr »

Vorstufe für Bundespflegekammer

Die Pflegekräfte wollen mehr Einfluss – nun haben sie die Vorstufe für eine Bundespflegekammer gegründet. Sie wollen damit ihre Position gegenüber Ärzten stärken. mehr »