Ärzte Zeitung, 19.05.2016

Aktionstag

Neue Therapieansätze bei Morbus Crohn lassen hoffen

BERLIN. Die Behandlungsmöglichkeiten bei Morbus Crohn könnten sich in den nächsten Jahren deutlich verbessern. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) zum weltweiten Aktionstag "Chronisch entzündliche Darmerkrankungen" am 19. Mai hin.

Hohe Erwartungen setzten Experten derzeit auf Ustekinumab, heißt es in der DGVS-Mitteilung. Der Wirkstoff ist zur Behandlung bei Psoriasis zugelassen und hat sich dort als sicher erwiesen. Schon vor drei Jahren hatte eine klinische Studie gezeigt, dass das Mittel bei Patienten mit Morbus Crohn einen Schub beenden und die entzündungsfreie Phase aufrechterhalten kann (N Engl J Med 2012; 367: 1519-28).

Einen neuartigen Behandlungsansatz verspricht darüber hinaus Mongersen. Eine Studie hat ergeben, dass das SMAD7Antisense-Oligonukleotid bei Patienten mit Morbus Crohn und Befall des letzten Abschnitts des Dünndarms wirksam ist (N Engl J Med 2015; 372: 1104-13).

Neue Therapiestrategien sind in diesem Jahr das zentrale Thema des Aktionstages "Chronisch entzündliche Darmerkrankungen", der anlässlich des "World Inflammatory Bowel Disease"-Tages stattfindet. Die Gastro-Liga organisiert an diesem Tag bundesweit Veranstaltungen und Experten-Hotlines. Patienten und Interessierte können sich über das Krankheitsbild und Therapieoptionen informieren. (eb)

Weitere Informationen finden Interessierte auf www.gastro-liga.de

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »