Ärzte Zeitung online, 27.07.2017

Knollenblätterpilz

Mediziner warnen Migranten erneut vor Giftpilzen

HANNOVER. Die Medizinische Hochschule Hannover hat erneut fünf Patienten mit einer lebensbedrohlichen Pilzvergiftung aufgenommen. Sie stammten aus Osteuropa und hätten den hochgiftigen Knollenblätterpilz irrtümlich für essbar gehalten, sagte Professor Michael Manns, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie. Die Patienten kamen mit Erbrechen und Durchfall an den beiden letzten Wochenenden in die Notaufnahme.

Im vergangenen Jahr hatte die Klinik mehr als 30 Asylbewerber mit Pilzvergiftungen behandelt. Der Knollenblätterpilz hat große Ähnlichkeit mit essbaren Arten in den Herkunftsländern. Deshalb wurde ein Warn-Plakat in sieben Sprachen entworfen, das jetzt wieder per Mail an Behörden und Migranten-Treffpunkte verteilt werden soll. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Warum Schlafmangel heißhungrig macht

Schlafmangel kurbelt den Hunger an, das kennen viele aus Erfahrung. Warum das so ist, haben jetzt Forscher entschlüsselt: Es liegt nicht an den Hormonen. mehr »

So hoch ist der neue Beitragssatz Ihrer Krankenkasse

Für Millionen Kassenpatienten sinkt der Beitragssatz. Welche Krankenkasse 2019 günstiger wird, welche teurer und welche ihre Beiträge stabil hält, zeigen wir in unserem großen Beitragssatz-Check mit aktuell 39 Kassen. mehr »

Künstliche Intelligenz verändert die Medizin

Bei der Künstlichen Intelligenz (KI) rückt die Medizin immer stärker in den Fokus. Medizinethiker Professor Georg Marckmann erläutert im Interview, warum KI ein wertvoller Baustein bei Diagnostik und Therapie sein kann. mehr »