Ärzte Zeitung online, 25.09.2009

Bei Reflux weg mit den Pfunden - das hilft!

BERLIN (gvg). Bei Patienten mit Refluxbeschwerden steigt die Effektivität einer PPI-Therapie dramatisch, wenn sie zusätzlich Gewicht abnehmen. Schon 1,5 BMI-Einheiten können den Durchbruch bringen.

Bei Reflux weg mit den Pfunden - das hilft!

Abnehmen würde die Therapie bei Reflux unterstützen!

Foto: dreambigphotos©www.fotolia.de

Das zeigt eine von Professor Joachim Labenz vom Krankenhaus Siegen beim 2. Deutschen Internistentag in Berlin vorgestellte Studie. 113 Patienten mit Refluxösophagitis erhielten in dieser Untersuchung je 40 mg Esomeprazol. Nach vier Wochen und nach sechs Monaten wurde endoskopisch ermittelt, bei wie vielen Patienten die Ösophagitis abgeheilt war.

Bei Patienten mit einem BMI von 25 war die Therapie hoch effektiv: "Nach vier Wochen war die Schleimhautentzündung bei 66 Prozent der Patienten und nach sechs Monaten bei 98 Prozent der Patienten abgeheilt", so Labenz. Bei einem BMI von 26 und mehr waren die Quoten deutlich schlechter: Nur 30 Prozent waren nach vier Wochen endoskopisch geheilt. Nach einem halben Jahr waren es 60 Prozent.

So weit, so bekannt. Richtig spannend sind die Daten für jene Patienten, bei denen sich der BMI im Laufe der Zeit änderte. Ursprünglich übergewichtige Patienten, die während des halben Jahrs der PPI-Therapie kein Gewicht abnahmen, hatten nach einem halben Jahr nur eine Heilungsrate von 52 Prozent.

Wer es aber schaffte, mit seinem BMI um mehr als 1,5 runterzukommen, der hatte eine 83-prozentige Chance auf Heilung. "Die Studie zeigt erneut eindrucksvoll, wie wichtig die Gewichtskontrolle bei der Refluxösophagitis ist", betonte Labenz.

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