Ärzte Zeitung, 08.12.2011

ADHS-Kinder ausgegrenzt

MÜNCHEN (eis). Zu viele Kinder mit Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätssyndrom würden nur mit Medikamenten ruhiggestellt, kritisieren die Stiftung Kindergesundheit und die Deutsche Kinderhilfe in einer Mitteilung zu einem aktuellen ADHS-Symposium.

Nötig seien ganzheitliche Therapien, die außer Arzneien auch Psychotherapie und entsprechende Bedingungen in Regeleinrichtungen der Betreuung, Bildung und Ausbildung umfassen.

"Statt überall Ausgrenzung und übersteigerten Leistungsdruck zu erfahren, benötigen betroffene Familien frühe Unterstützung. Das ist ein Rechtsanspruch auf Teilhabe, der sich aus der UN-Behindertenrechtskonvention ergibt", so Georg Ehrmann von der Kinderhilfe.

Zur Umsetzung bedürfe es politischen Willens auf Bundes- und Landesebene, damit Schulen, Jugendhilfe und Gesundheitsdienste besser kooperieren.

www.kindergesundheit.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Intensives Ausdauertraining bremst frühen Parkinson

Sport lohnt sich: Kommen Parkinsonkranke im frühen Stadium regelmäßig ins Schwitzen, bleiben ihre motorischen Fähigkeiten über mindestens ein halbes Jahr hinweg stabil. mehr »

Das erhöht die Organspendebereitschaft

Beauftragte an Kliniken für Transplantationen sollen von allen anderen Aufgaben entbunden werden – das verlangt die Deutsche Stiftung Organtransplantation. Neue Zahlen aus Bayern geben ihr Argumentationshilfe. mehr »

Krebsüberlebende nach Infarkt oft untertherapiert

Patienten mit Herzinfarkt, die eine Krebsdiagnose in ihrer Anamnese stehen haben, erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie. Das wirkt sich auch auf die Mortalität aus. mehr »