Virtual Reality-Brile

Therapie soll Ängste virtuell simulieren

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HEILBRONN. Die ambulante virtuelle Psychotherapie soll demnächst einen neuen Ansatz bieten, um die flächendeckende Behandlung von Patienten mit Angststörungen zu ermöglichen.

Wie die Hochschule Heilbronn mitteilt, fördere das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nun im Rahmenprogramm Gesundheitsforschung (Aktionsfeld Gesundheitswirtschaft) ein entsprechendes Verbundprojekt mit dem Namen "EVElyn".

Das Konsortium bestehe aus Experten der Bereiche Mensch-Technik-Interaktion (Hochschule Heilbronn), Virtual Reality (Hochschule Heilbronn, VTplus GmbH) und Psychotherapie (kbo-Inn-Salzach-Klinikum gemeinnützige GmbH). Mit eingebunden seien zahlreiche Partner aus dem universitären und industriellen Umfeld. Die AOK Baden-Württemberg begleite das Projekt beratend.

Das Projekt vereine hochmoderne Virtual Reality-Techniken zu benutzerzentrierten Konzepten für die ambulante Psychotherapie. Anstatt einzelne Sitzungen der Konfrontationstherapie in realer Umgebung durchzuführen, würden Patienten ihren Ängsten virtuell ausgesetzt.

Dazu tragen sie laut Hochschule eine Virtual Reality-Brille und können über natürliche Bewegungsabläufe mit dem System interagieren. Durch den Einsatz dieser Technik sollen der Therapieaufwand erheblich gesenkt und Hemmschwellen abgebaut werden.

Laut des "Deutschen Epidemiologischen Gesundheitssurveys" 2013 des Robert Koch-Instituts leiden 15,3 Prozent der Erwachsenen in Deutschland an einer Angststörung. (maw)

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