Ärzte Zeitung, 22.03.2004

Rote-Hand-Brief zu Risperidon

NEUSS (eb). Am 18. März informierte Janssen-Cilag in einen Rote-Hand-Brief über eine Präzisierung der Zulassung für Risperdal® (Risperidon) zur Behandlung bei chronischer Aggressivität und psychotischen Symptomen bei Demenz, sowie detaillierter zu unerwünschten Effekten, die in Placebo-kontrollierten Studien gefunden wurden.

Daten aus sechs solcher Studien bei im Mittel 85jährigen Demenzpatienten (73 bis 97 Jahre) hatten ergeben: Schwerwiegende und nicht schwerwiegende zerebrovaskuläre Ereignisse kamen mit Verum bei 3,3 Prozent (33 von 989) Patienten vor, mit Placebo bei 1,2 Prozent (8 von 693).

Nach wie vor steht das Präparat in Deutschland für Patienten mit chronischer Aggressivität oder psychotischen Symptomen bei Demenz zur Verfügung. Auch nach erneuter Nutzen-Risiko-Bewertung ist Risperidon als einziges Atypikum für diese Indikation zugelassen, wie das Unternehmen mitteilt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »