Ärzte Zeitung, 25.05.2004

Sichtbare Gehirnreifung

MRT-Bilder von Kindern und jungen Erwachsenen

BETHESDA (ple). US-Wissenschaftler haben mit Hilfe der Magnetresonanztomographie (MRT) die Reifung des Gehirns zwischen dem 5. und 20. Lebensjahr sichtbar gemacht (PNAS 101, 2004, 8174).

Dazu fertigten sie bei 13 gesunden Probanden alle zwei Jahre über einen Zeitraum von zehn Jahren MRT-Aufnahmen des Kortex an und vervollständigten die Verlaufsdaten mit Hilfe eines Computerprogramms.

Gehirnrekonstruktion mit Hilfe von MRT-Aufnahmen. Die grauen Hirnzellen nehmen zwischen dem 5. und dem 20. Lebensjahr ab. Foto: Paul Thompson, University of California, LA

In der MRT-Aufnahme nehmen als Zeichen der Reifung die roten Bereiche mit der höchsten Dichte der grauen Zellen nach einem bestimmten Muster kontinuierlich ab: zunächst im Frontal- und Okzipitalbereich, dann im Parietal- und zuletzt im Präfrontalkortex.

Die Dichte der grauen Gehirnmasse ist ein indirektes Maß für den Aufbau aus Gliazellen, Gefäßen und Neuronen. Das Verfahren könnte helfen, die Entstehung etwa von Schizophrenie besser zu verstehen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Welche Reformen sind dringend notwendig?

Bürgerversicherung, Regressrisiko, GOÄ: Unsere Leser haben abgestimmt, welche Themen in der Gesundheitspolitik die nächste Bundesregierung unbedingt anpacken sollte. mehr »

Patienten sollen für Infos zahlen

Patienten und Angehörige sind bei beratungsintensiven Erkrankungen häufig hilflos. Viele Akteure versuchen, neutrale Angebote im Internet bereitzustellen. Ein Biologe will nun Beteiligte auf einer Plattform zusammenführen. mehr »