Ärzte Zeitung, 22.09.2004
 

Neurochirurgen können direkt das Op-Ergebnis kontrollieren

Neues Operations-Mikroskop mit Angiographie-Funktion

Blick durch das Op-Mikroskop: Fluoreszenz macht die Gefäße gut sichtbar. Foto: Raabe

FRANKFURT/MAIN (eis). Mit einem neuartigen Operations-Mikroskop kann der Blutfluß in Hirngefäßen erstmals direkt ohne Röntgenstrahlung während eines Eingriffs betrachtet werden, berichtet die Universität Frankfurt/Main.

Das Gerät haben Neurochirurgen um Privatdozent Andreas Raabe von der Universität Frankfurt/Main in Kooperation mit dem Unternehmen Zeiss entwickelt. Der Leitende Oberarzt an der Universitätsklinik ist dafür bei der Jahrestagung der US-Gesellschaft für Neurochirurgie mit dem Abstract Award ausgezeichnet worden.

Bei der Methode bekommen Patienten das fluoreszierende Kontrastmittel Indozyanin in eine periphere Vene gespritzt. Die durch das Operationsmikroskop betrachteten Gefäße werden so mit Hilfe eines speziellen Fluoreszenzlichts im Mikroskop gut sichtbar. Der korrekte Sitz eines Gefäßclips beim mikrochirurgischen Verschluß eines Aneurysmas läßt sich so direkt überprüfen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bariatrische Chirurgie rückt Bluthochdruck zu Leibe

Adipöse Hypertoniker konnten in einer Studie nach bariatrischer Chirurgie ihre antihypertensive Medikation reduzieren. Die Hälfte erreichte sogar eine Remission des Bluthochdrucks. mehr »

Droht uns jetzt eine Staatskrise?

Jamaika gescheitert, politisches Vakuum in Berlin. Am Beispiel der Gesundheitspolitik lässt sich zeigen, warum das noch keine Krise ist. mehr »

Das müssen Ärzte beim Impfen beachten

Allergische Reaktionen sind eine Kontraindikation für eine erneute Anwendung des Impfstoffs. Ist eine weitere Impfung dennoch nötig, sollten Ärzte diese Tipps beherzigen. mehr »