Ärzte Zeitung, 22.10.2004

Hypotheken gefährden die Gesundheit

LONDON (ast). Was viele Hausbesitzer längst wissen, ist jetzt auch wissenschaftlich bewiesen: Hypotheken sind Gift für die Gesundheit. Die Sorge um Rückzahlungen und der mit dem Immobilienbesitz einhergehende tägliche Streß machen krank.

Hausbesitzer mit Hypotheken leiden laut einem neuen Report des britischen Ärztebundes (British Medical Association, BMA) überdurchschnittlich häufig an Angstzuständen und Streß.

"Die Angst, mit der Zahlung der Hypothekenzinsen in Verzug zu kommen und möglicherweise das Haus zu verlieren, sind große Streßfaktoren, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken", stellte Professor Roger Burrows (Universität York) fest. Professor Burrows ist Mit-Autor der BMA-Studie "Housing and Health".

Demnach trinken und rauchen Hausbesitzer mehr, ihr Eheleben und ihre Partnerschaften leiden und das ständige An-die-Hypothek-Denken führe zu Konzentrationsmängeln, was nicht zuletzt die Unfallgefahr steigere.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »

Rettungsgasse blockieren kostet 320 Euro

Länderkammer verschärft die Bußgeldhöhe, wenn Rettungsgassen nicht beachtet werden. mehr »

Palliativmedizin erfordert Zusatzqualifikation

Die Debatte um die Verpflichtung von Hausärzten zur Zusatzausbildung in Palliativmedizin schlägt hohe Wellen. In der KBV-Vertreterversammlung am Freitag wurde KBV-Vize Hofmeister nun grundsätzlich. mehr »