Ärzte Zeitung, 12.01.2005

Preis für Hirnforschung in der Geriatrie

Forschungsarbeiten zur Verbesserung der Betreuung Demenz-Kranker ausgezeichnet

SCHWELM/WUPPERTAL (hbr). Den kürzlich verliehenen Preis für Hirnforschung in der Geriatrie teilen sich Dr. Alexander Rösler von der Universität Hamburg und Sandra Rennecke vom Meinwerk-Institut in Paderborn.

Bei der Preisverleihung (von links nach rechts): Dr. Alexander Rösler, Professor Christel Bienstein (Uni Witten-Herdecke), Sandra Rennecke, Professor Ingo Füsgen (Universität Witten-Herdecke), Günther Sauerbrey (Merz Pharma). Foto: R. Silberkuhl

Der vom Frankfurter Unternehmen Merz Pharma gestiftete und mit insgesamt 10 000 Euro dotiert Preis wird seit 1993 jährlich vom Zentrum für Alternsforschung der Universität Witten-Herdecke verliehen und würdigt Arbeiten, die zur Verbesserung von Diagnostik, Therapie, Versorgung oder Betreuung von Geriatriepatienten mit Hirnerkrankungen beitragen. Verliehen wurde er beim Zukunftsforum Demenz in Schwelm.

Alexander Rösler vom Zentrum für Geriatrie und Gerontologie in Hamburg erhielt die Auszeichnung für seine Arbeit über die Einschränkungen der visuellen Aufmerksamkeit, die bei Demenz-Patienten auftreten. Alzheimer-Patienten zum Beispiel sind davon schon früh im Krankheitsverlauf betroffen.

Die Pflegewissenschaftlerin Sandra Rennecke untersuchte die Interaktionen zwischen Demenz-Patienten in Pflegeheimen und dem Pflegepersonal: Die beruflich-pflegerischen Kontakte gehören trotz ihrer zeitlichen Kürze zu den wenigen Möglichkeiten, über die Pflegeheimbewohner Zuwendung erhalten.

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