Ärzte Zeitung, 01.02.2005

Ropinirol beruhigt unruhige Beine

Dopamin-Agonist lindert RLS-Beschwerden bereits nach einer Woche deutlich

EDISON (mut). Eine Therapie mit dem Dopamin-Agonisten Ropinirol kann bei Patienten mit Restless-Legs-Syndrom (RLS) die Symptome schnell lindern. Bereits nach einer Woche Therapie gehen die Beschwerden deutlich zurück.

Dies hat eine Studie von US-Forschern mit 276 Patienten mit RLS ergeben. Die Patienten wurden entweder zwölf Wochen lang ein bis drei Stunden vor dem Schlafengehen mit Ropinirol oder mit Placebo behandelt. Die Ropinirol-Dosis betrug je nach Stärke der Symptome und Verträglichkeit 0,5 bis 4 mg pro Tag.

Der Erfolg der Therapie wurde anhand der Internationalen Restless-legs Skala (IRLS) mit 40 möglichen Punkten (sehr schweres RLS) bestimmt. Die Patienten hatten zu Studienbeginn einen IRLS-Wert von im Schnitt 24 Punkten (starke Beschwerden). Etwa die Hälfte der Patienten war schon vor Beginn der Studie medikamentös behandelt worden.

Die Ergebnisse: Mit Ropinirol ging der IRLS-Wert nach zwölf Wochen im Schnitt um 11,2 Punkte zurück, mit Placebo um 8,7 Punkte. Der Unterschied war statistisch signifikant. Nach einer Woche Therapie war der IRLS-Wert mit Ropinirol bereits um 8,4 Punkte gesunken, mit Placebo dagegen nur um 4,8 Punkte.

Zudem gaben 60 Prozent der Patienten mit Ropinirol-Therapie an, daß sich ihr Zustand während der Therapie stark oder sehr stark verbesserte, dagegen waren es mit Placebo nur 40 Prozent. Auch Tagesmüdigkeit und Schlafstörungen verringerten sich mit Ropinirol stärker als mit Placebo. Im Gegensatz zu Placebo verbesserte sich mit Ropinirol auch die Schlafqualität, und die Schlafdauer nahm zu (Movement Disorder 19/12, 2004, 1414).

Ropinirol ist bisher zur Therapie bei Morbus Parkinson zugelassen und als ReQuip® erhältlich.

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