Ärzte Zeitung, 28.06.2005

Dem Gehirn beim Denken zugeschaut

Beim Konzentrieren werden bestimmte Hirnareale aktiviert, andere jedoch deaktiviert

ST LOUIS (mut). Wenn jemand seine Aufmerksamkeit erhöht, etwa um eine Denksportaufgabe zu lösen, dann werden im Gehirn nicht nur bestimmte Areale aktiviert, sondern es werden zugleich Areale deaktiviert. In welcher Weise solche Hirnregionen zusammenarbeiten, das haben jetzt US-Forscher aus St. Louis mit Hilfe der funktionellen Magnet-Resonanztomographie (fMRI) sichtbar gemacht.

Modelle des menschlichen Gehirns. Wenn Personen ihre Aufmerksamkeit erhöhen, werden vor allem Bereiche im frontalen, und parietalen Kortex aktiv. Dagegen sinkt die Aktivität zur selben Zeit im medialen präfrontalen Kortex und im hinteren Cingulum. Hohe Aktivität ist rot und gelb dargestellt, niedrige grün und blau. Foto: Michael D. Fox / PNAS

Sie untersuchten zehn Gesunde Personen mit fMRI, während diese Denk- und Konzentrationsübungen machten. Dies berichten sie online in der Zeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS). Wie erwartet wurden Teile des Aufmerksamkeitssystems im frontalen und parietalen Kortex aktiv. Zugleich ging jedoch die Aktivität in einigen Bereichen des präfrontalen Kortex zurück, die assoziative Funktionen haben.

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