Ärzte Zeitung, 23.07.2007

Hoffnung für traumatisierte Patienten

BOSTON (ddp/mut). Traumatische Erlebnisse brennen sich häufig für das ganze Leben im Gedächtnis ein. Eine Therapie ist schwierig. US-Forscher aus Boston haben jetzt einen Weg gefunden, der zu einer wirkungsvolleren Therapie bei Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen führen könnte.

Die Forscher zeigten, dass offenbar ein Protein namens Cdk5 (Cyclin-dependent kinase 5) dafür sorgt, unangenehme Erfahrung als Trauma im Gedächtnis zu speichern. Im Experiment erhielten Mäuse einen leichten Elektroschock an den Füßen, wenn sie zum ersten Mal einen bestimmten Raum betraten. Tiere mit erhöhter Cdk5-Aktivität im Gehirn brauchten länger als solche mit normaler Proteinaktivität, um wieder neu Vertrauen zu fassen.

Wurde CdK5 gentechnisch blockiert, lernten die Mäuse sehr schnell, dass keine Gefahr mehr besteht. Die Forscher um Professor Li-Huei Tsai wollen jetzt Wirkstoffe testen, die Cdk5 hemmen (Nature Neuroscience online).

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